Klemperer (1925, S. 437) definiert die Kulturkunde als »Trumpf des Fremdsprachenunterrichts«. Koreik (2009, S. 14) definiert die Landeskunde im Sprachunterricht als ABC der Vielfalt, er (ebd., S. 16) sieht aber in ihr die Gefahr der Verfestigung stereotyper Einstellungen, deswegen gemäß Altmayer (2013, S. 28) sollte ein wichtiges Ziel der Landeskunde sein »die üblichen Fallen des essentialistischen nationenbezogenen Kulturverständnisses möglichst zu vermeiden«. In der Landeskunde geht es um Vielfalt und Plurizentrik des deutschsprachigen Raumes durch »Lernerorientierung, Erfahrungsorientierung und Projektorientierung« (Demmig, 2015, S. 225) zu vertiefen. Dementsprechend basiert die Landeskunde auf der Entwicklung von Konzepten und Projekten (ebd., S. 222). Sie »sollte nicht primär von den Gegenständen, sondern von den Lehr-Lernprozessen des landeskundlichen Unterrichts her gedacht werden. [Das heißt eine Landeskunde die] ihre Lehr- und Lernaufgaben als ihren Kern und nicht mehr als bloß nachträgliche Anwendung von Inhalten versteht« (Altmayer, 2006, S. 183). Kurz gefasst beschäftigt sich die Landeskunde »nicht mit der deutschsprachigen ‘Kultur’ schlechthin, sondern mit dieser Kultur im Hinblick auf landeskundliche Lehr- und Lernprozesse im fremdsprachlichen Unterricht« (ebd., S. 184).
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vedi punto 9 del "Profilo delle competenze" Das Modul leistet einen Beitrag zu einer besseren Kenntnis der deutschsprachigen Welt auf der Basis einer Reflexion über Landeskunde, Kultur, Identität, kulturelle Identität. Dies gelingt durch eine Vertiefung einiger Besonderheiten dieser Welt, und den Vergleich regionaler und nationaler Unterschiede innerhalb der deutschsprachigen Welt. Diese Kenntnis sollte einen Vergleich mit der Realität des Kantons Tessin ermöglichen.